Max Meier Unternehmensberatung Presse Max Meier Unternehmensberatung, CH-8955 Oetwil a.L.
 
Wer schrieb Was?
Louis Probst, Redaktor und Fotograf Ressort Aargau, schrieb in der Aargauer Zeitung
erschienen am 2. März 1998, Seite 15

« . . . leider bin ich eben nicht Bill Gates»
Porträt Max Meier, Schöpfer des Computer-Lernspiels «Train your Brain mit Tom», zum Thema Allgemeinwissen

Rund 10 000 Stunden Arbeit hat Max Meier in die Entwicklung seines Computer-Lernspiels «Train your Brain mit Tom» investiert. Das Spiel ermöglicht eine Vertiefung des Allgemeinwissens auf vergnügliche Art.


«Eigentlich», lächelt Max Meier, «habe ich mir überlegt, Lehrer zu werden. Das wäre ein Beruf gewesen, der mir Freude gemacht hätte. Die Technik faszinierte mich aber noch mehr . . . » «und zwar», schiebt er sofort nach, «die Technik als Mittel für den Menschen und nicht als Selbstzweck. Technik soll immer Werkzeug sein.»
Max Meier absolvierte daher eine Feinmechanikerlehre. Später besuchte er die heutige Ingenieurschule Winterthur und schloss mit dem Diplom als Elektro-Ingenieur HTL ab. «Das Problem war» erinnert er sich, «dass ich von "Schluckers" kam. Ich durfte dank eines Stipendiums das Technikum absolvieren. Im Grund genommen hätte ich aber lieber die ETH besucht, dazu hätte ich jedoch die Matur haben müssen.»
Auf Umwegen ist Max Meier - der 1934 in Wettingen geboren wurde, heute wenige Meter hinter der Kantonsgrenze in Oetwil wohnt und auf dem Mutschellen seine Softwarefirma betreibt - jetzt sozusagen doch noch zum Lehrer geworden.
1993 begann er mit der Entwicklung eines Lernspiels zur Vertiefung des Allgemeinwissens. Rund 10 000 Arbeitsstunden investierte er in sein, wie er es nennt, «Risikoprojekt». Jetzt hat er sein Vorhaben erfolgreich zum Abschluss gebracht, ein Vorhaben, das Ihm in einer Zeitschrift die anerkennende Bezeichnung «Schlau-Meier» eingetragen hat.

Foto Max Meier
«Einzelkämpfer» Max Meier entwickelte ein Computer-Lernspiel.     Foto lp

Meiers nach dem Motto «Lernen mit Spass» konzipiertes Spiel richtet sich sowohl an Erwachsene als auch an Jugendliche und Kinder ab der Unterstufe. Es umfasst mehr als 1500 Fragen und Antworten sowie Hunderte von Rechenaufgaben. Gespielt werden kann in drei Stufen in den drei verschiedenen Modi Lernen, Training und Leistungstest und das in den Fächern Botanik, Chemie, Geografie, Geschichte (und zwar in den Teilgebieten Mittelalter, Neuzeit, Technik und Wissenschaft), Kunst, Literatur, Musik, Physik, Rechnen, Wirtschaft und Zoologie.
Das Spiel beschränkt sich aber nicht etwa bloss auf eine öde Abfragerei. Nicht nur stehen im Lernmodus Hilfsfunktionen zur Verfügung, die Aufschluss zum Thema geben. "Tom", der lustige Kobold, der die Funktion des Spielbegleiters versieht, kommentiert die induviduellen Resultate. Und eine Tippfehlerprüfung verhindert zudem einerseits Frust durch vorschnelle Fehlermeldungen und vermittelt anderseits ganz nebenbei auch noch Kenntnisse der Rechtschreibung.
«Es ist sicher kein Spiel für Desinteressierte», sagt Max Meier zu seinem Werk. «Ich fand, dass sich hier eine Chance für ein Nischenprodukt auftat. Wenn man als Einzelkämpfer arbeitet, kann man nicht in die gleiche Bresche schlagen wie die Grossen.»
Meier hat es sich, wie er sagt, mit seinem Spiel nicht leicht gemacht. So legte er für jede Frage eine Checkliste mit 40 Punkten an. Für einige Sachgebiete - wie etwa Musik und Literatur - konnte er auf die Hilfe von Spezialisten zählen. Und der mit Max Meier befreundete Wettinger Künstler Toni Businger steuerte gar Hintergrundbilder bei. Eine unerwartete Problematik tat sich bei der Programmierung auf. Meier: «Ich musste mehrere Male die Programmiersprache wechseln, weil mir die Entwicklung davonlief. Ich musste sozusagen Windows hinterherrennen . . . »
Bei seinem «Fulltimejob seit 1993 », so Max Meier, half ihm seine Gattin wacker. «Sie war meine Alpha-Testerin», schmunzelt er. «Sie musste immer dran glauben. Aber wir waren viel zusammen an der Arbeit, daher musste sie mich nicht so vermissen.» Die Beta-Testversionen seines Lernspiels habe er übrigens verschenkt, sagt er. «Grossfirmen verkaufen solche Versionen. Aber leider bin ich nicht Bill Gates.»
Inzwischen ist der Einzelkämpfer Meier mit der Vermarktung seines Programmes beschäftigt, das von Pädagogen sehr gut aufgenommen worden ist und dem von Fachleuten bescheinigt wird, dass nichts Vergleichbares auf dem Markt ist. Realist Meier, der inzwischen - selbstverständlich mit einer selbst erstellten Homepage (http://www.tom-brain.ch) - auch im Internet präsent ist: «Wenn ich 5000 bis 10000 Exemplare verkaufen kann, habe ich "Glöggli" an den Ohren.»
Die Aargauer Zeitung entstand 1996 aus dem Zusammenschluss von Badener Tagblatt und Aargauer Tagblatt
Heute beträgt die Auflage über 118'000 Exemplare.

Der wie Meier ebenfalls 1934 in Wettingen geborene Toni Businger fand internationale Anerkennung als Bühnenbildner. Er wirkte unter anderem an den Bühnen von Amsterdam, Bregenz, Hamburg, München, Paris, San Francisco, Wien und Zürich.

Zurück zur Seite Presse
Senden Sie E-mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Web-Site mit   Feedback oder
info@tom-brain.ch
Copyright © 1998-2010 Max Meier Unternehmensberatung, CH-8955 Oetwil a.L.
Zuletzt geändert / last modified 03. Februar 2010

Go Top   Home Intro News Presse Presse AZ Produkt Preise Bestellen Info / Inside Feedback